Das Gesetz von Zeit und Wirkung


Wenn du das verstehst, fällt es dir leichter dran zu bleiben! Du wirst verstehen, wie Erfolg entsteht und wie du Veränderungen nachhaltig aufbauen kannst! Und vielleicht auch, warum es dir bisher schwer gefallen ist.


Es geht um das Gesetz von Erinnerung und Wirkung - nicht banal, aber fundamental! (Und wie wir wissen, was sich reimt ist gut!)



Es gibt, wie hier dargestellt 3 Komponenten:


  1. unsere Erinnerungen an unser Verhalten,

  2. die eine gewisse Wirkung erzeugen und

  3. die Zeit, die es dafür braucht.


Es fällt uns leicht,uns daran zu erinnern, was wir zum Beispiel heute gefrühstückt haben. Wir wissen, was alles heute am Morgen passiert ist. Was wir gestern mittags gegessen haben erfordert meistens schon bewusstes Nachdenken. Unsere Erinnerungen verblassen mit der Zeit.



Viele Dinge, die wir heute Tun, erzeugen keine sofortige Wirkung. Wenn wir in einem Projekt heute sorgfältig die Aufgaben delegieren, ist nicht sichtbar, ob sich das überlegte Handeln auszahlt. Die sofortige Wirkung, die schnellen Erfolge, bleiben oft aus. Diese erkennen wir erst in der Zukunft. Es ist meistens die Summe vieler kleiner Handlungen über einen langen Zeitraum, die wirklich eine große (und nachhaltige) Wirkung erzielen. (s. dieser Artikel von mir hier)


Nur wer täglich seine Mitarbeitenden grüßt, sich nach ihrem Befinden erkundigt, wirklich zuhört, der oder die erzeugt Loyalität. Echte Loyalität. Das geschiet nicht durch 1x Essen gehen mit allen auf deine Kosten. 🥗


Mit Ernährung bzw. privaten Themen ist es genau gleich... Nur wer sich jeden Tag gesund ernährt und bewegt, wird oder bleibt schlank und gesund. Einmal 8 Stunden Trainieren macht dich nicht zu einer fitten Person, täglich 20 Minuten über 6 Monate schon.


Kombiniert man diese beiden Erkenntnisse ergibt sich folgendes Problem: Wir erinnern uns nicht an die Dinge, auf denen unser heutiger Erfolg beruht.

Was heißt das für dich?


BLEIB DRAN! GLAUBE DARAN, DASS KLEINE SCHRITTE AM ENDE EINEN GROßEN UNTERSCHIED MACHEN. UND - HANDLE DANACH!


Klar motivieren uns schnelle Erfolge. So funktionieren wir Menschen - so funktioniert unser Gehirn. Aber die Handlungen, die sofortige große Erfolgserlebnisse schaffen...

  • beruhen entweder auf Glück (im Lotto gewinnen zum Beispiel) und sind nicht reproduzierbar

  • haben dich sehr viel Kraft und Anstrengung gekostet und sind dadurch nicht aufrechterhaltbar und auch nicht nachhaltig (Stichwort: Alle zum Essen einladen - als Belohnung für den Projektabschluss voll okay - zur dauerhaften Motivation eines ganzen Teams undenkbar...)

  • schaden dir dauerhaft (es war vielleicht mega lecker den saftigen, fettigen Burger zu essen... aber es tut dir und deinem Körper nicht gut / es hat zwar vielleicht gut getan, Herrn Huber anzuschreien, weil er gerade ein Projekt versemmelt hat, aber die Aktion hat der langfristigen Motivation des ganzen Teams geschadet...).


Die wirklich erfolgreichen Menschen glauben an langfristigen Erfolg - sie bleiben dran (Stichwort GRIT!). Andere brauchen immer den kurzfristen Erfolg und kurzfristiges Feedback (Stichwort Jo-Jo-Effekt...) und wundern sich, warum sie nicht erfolgreich sind.


Nerd-Modus 😎: Auf der Persönlichkeitsebene hängt diese Art von Belohungsaufschub einerseits mit unserer Gewissenhaftigkeit zusammen (speziell der Subdimension Selbstdisziplin / Besonnenheit, aber auch Ehrgeiz und Fleiß) und andererseits mit der Stärke unseres präfrontalen Kortex - einer Gehirnregion, die für Impulskontrolle zuständig ist. Mehr dazu hier.


Auf den Punk gebracht:

  1. Deine Mitarbeitenden eine Woche lang beim Kaffeetrinken zu fragen, wie es Ihnen geht, was sie bewegt, bringt keine Veränderung.

  2. Deine Mitarbeitenden zwei Monate lang beim Kaffeetrinken zu fragen, wie es Ihnen geht, was sie bewegt, bringt neue Einsichten für dich.

  3. Deine Mitarbeitenden ein Jahr lang beim Kaffeetrinken zu fragen, wie es Ihnen geht, was sie bewegt, lässt die Mitarbeitenden dir vertrauen. Eine echte Beziehung und echte Loyalität zu dir als Führungskraft hat sich aufgebaut.




Wer hat's geschrieben?





Julie Simstich, Expertin für Verhaltenspsychologie



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