Menschen aus 15 Berufen erzählen, wie KI ihre Arbeit verändert hat und welche Future AI Skills jetzt zählen.
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Jedes Kapitel steht für sich. Beginnen Sie mit Ihrer eigenen Rolle.
Echte Arbeitsszenen aus der Ich-Perspektive, wissenschaftlich eingeordnet von Zukunftsforscherin Dr. Julia Lampert.
Wie sich die Rolle in den ersten Jahren mit KI verändert hat.
Wie Arbeit heute aussieht, wenn KI selbstverständlich mitarbeitet.
Wohin sich die Rolle entwickelt und welche Fähigkeiten dann entscheiden.
Für jede Rolle: welche Kompetenzen künftig wirklich zählen.
Konkret und sofort umsetzbar, für Sie und Ihr Team.
Im Buch inklusive: Finden Sie heraus, wo Sie heute stehen und welches Zielprofil zu Ihnen passt.
Kapitel 1: „Die Schaltzentrale“. Anna, Assistentin der Geschäftsführung, an einem ganz normalen Montagmorgen mit KI. Scrollen Sie in der Buchseite weiter.
Ich klappe den Laptop auf. Im Büro in der Grazer Altstadt ist es noch ruhig. Vom Gang höre ich die Eingangstür, dann Schritte auf der Treppe. Auf meinem Bildschirm warten 23 neue E-Mails.
So beginnt fast jeder Arbeitstag: zuerst mein eigenes Postfach, dann das Office-Postfach. Nicht sofort antworten, sondern schauen, sortieren und entscheiden, was überhaupt bis zur Geschäftsführung durchdringen muss.
Die KI in meinem Arbeitsboard hat bereits vorsortiert: Buchhaltung, Kunde, Termin, Information, Geschäftsführung erforderlich.
Zu zwölf Nachrichten liegen Antwortentwürfe bereit. Bei vier davon soll Frederik, unser Geschäftsführer, nach Einschätzung des Systems selbst reagieren.
Ich öffne die erste.
Nein.
Ich setze sie auf Durch mich erledigen, die zweite ebenso, und bei der dritten reicht mir schon der Betreff. Frederik sitzt um diese Zeit im Zug nach Wien, um neun beginnt sein erster Kundentermin. Wenn alles normal läuft, schaut er frühestens gegen Mittag wieder in Ruhe auf seine E-Mails. Bis dahin soll dort möglichst wenig auf ihn warten.
Um 07:16 Uhr sind noch acht Nachrichten übrig, die wirklich eine Antwort brauchen. Ich korrigiere zwei Anreden, streiche in einer Mail einen Satz, der zu forsch klingt, und schicke die ersten Antworten hinaus. Dann vibriert mein Geschäftstelefon. Eine Sprachnachricht von Frederik:
„Anna, kurze Sache. Der Kunde von gestern will das Angebot doch schon heute. Die haben am Vormittag noch eine interne Runde und wollen es dort besprechen. Kannst du das bitte übernehmen? Protokoll müsste bei Fireflies liegen. Die Unterlagen vom letzten Projekt passen teilweise. Wichtig ist vor allem der zweite Teil mit dem Führungsteam. Danke.“
Wenn das Angebot vor dieser internen Runde beim Kunden liegen soll, bleibt mir nicht viel Spielraum. Warum höre ich die Nachricht trotzdem ein zweites Mal? Nicht, weil ich sie nicht verstanden habe. Bei Frederik bedeutet „vor allem der zweite Teil“ meistens, dass genau dort noch etwas steckt.
Das Gespräch gestern hat zweiundfünfzig Minuten gedauert, und ich war selbst dabei. Auf dem zweiten Bildschirm starte ich unseren Agenten für Angebote und gebe ihm alles, was er braucht: das Fireflies-Protokoll, meine Notizen, das letzte vergleichbare Angebot und drei Unterlagen zu den passenden Modulen. Dann schreibe ich:
Ich lese den Auftrag noch einmal und klicke auf Starten. Auf dem linken Bildschirm erscheinen die ersten Arbeitsschritte:
Nach wenigen Sekunden stoppt der Agent, und ein kleines Fenster schiebt sich darüber: Zugriff auf Projektunterlagen erforderlich. Darunter zwei Schaltflächen, Einmal zulassen und Immer zulassen. Ich klicke auf Einmal zulassen, und der Agent springt weiter. Er öffnet nacheinander die Unterlagen, durchsucht das alte Angebot und gleicht die Leistungen mit dem Gespräch ab.
Eigentlich könnte ich das Fenster jetzt schließen, denn wenn der Entwurf fertig ist, bekomme ich ohnehin eine Meldung. Warum lasse ich es trotzdem offen? Weil der Agent immer wieder auf eine Freigabe wartet. Bemerke ich das zehn Minuten lang nicht, fehlen mir genau diese zehn Minuten am Ende.
Also schiebe ich sein Fenster nach links und arbeite rechts weiter: ein fehlender Beleg für die Steuerberatung, eine Terminanfrage, zwei Hotelangebote für einen Workshop im November. Das teurere hat den Seminarraum direkt neben dem Restaurant, und ich markiere es als Favorit. Zwanzig Minuten Weg werden erstaunlich teuer, wenn zwölf Menschen darauf warten, dass es weitergeht.
Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie links neue Schritte auftauchen. Dann bewegt sich nichts mehr, nur ein gelber Punkt leuchtet. Der Agent will eine Datei im Kundenordner anlegen und fragt, ob er darf. Wieder Einmal zulassen. Klick. Weiter.
Kurz darauf meldet er sich noch einmal:
Gut.
Noch vor nicht allzu langer Zeit hätte ich jetzt selbst irgendwo auf Seite drei gesessen, das Protokoll daneben und das alte Angebot geöffnet, auf der Suche nach Textbausteinen, Formulierungen und Tabellen. Heute nicht. Das Angebot entsteht links neben mir, während ich rechts meinen Arbeitstag weiterführe. Trotzdem schaue ich immer wieder hinüber. Muss ich der KI beim Schreiben zusehen? Nein. Aber ich will wissen, ob sie mich braucht.
Um 07:34 Uhr wechselt der Status:
Ich ziehe die Datei auf meinen Hauptbildschirm und scrolle durch vierzehn Seiten: Ausgangslage, Zielsetzung, Vorgehen, Module, Zeitplan, Investition. Die Formulierungen sind sauber, zwei Tabellen sind schon aufgebaut, und die Inhalte aus dem Gespräch sind sinnvoll mit unseren Modulen verbunden. Der Follow-up-Termin steht korrekt als Option drin. Keine fremden Referenzen, keine alten Kundennamen.
Gut. Sehr gut sogar. Eigentlich alles bestens, oder?
Wie es weitergeht, lesen Sie im Buch.
Gründer EQ4.ai, Keynote-Speaker, Lehrender seit 44 Semestern, Autor von „Wirksam Führen!“
Zukunftsforscherin, Autorin von „Becoming AI Native“
Chief AI Officer bei EQ4.ai
Eigentümer und CEO der Ceram Group, Vorstand der IV Steiermark
Marketing- und Markenexpertin, MAYBACH
Wir bringen die Fragen aus dem Buch in Ihre Organisation: für Ihre Rollen, Ihre Teams und Ihren Weg mit KI.
Impuls
Für Führungstagungen und Kick-offs: wie KI Rollen neu besetzt und was Führung jetzt leisten muss.
Workshop
Mit Ihrem Führungsteam: Welche Rollen verändern sich bei Ihnen, und welche Future AI Skills braucht es?
Begleitung
Der strukturierte Weg von der KI-Standortbestimmung zur gelebten Umsetzung in Ihrer Organisation.
Auch möglich: Exemplare für Ihr ganzes Team.
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Die entscheidende Frage ist nicht, was KI künftig kann. Sondern was Sie künftig können müssen.
Für Ihr Führungsteam: Keynote, Workshop oder Begleitung →