Neu erschienen · Taschenbuch & Kindle

Ihre Rolle ist nicht mehr dieselbe. Die Frage ist nur: Was wird daraus im Zeitalter der KI?

Menschen aus 15 Berufen erzählen, wie KI ihre Arbeit verändert hat und welche Future AI Skills jetzt zählen.

Buch „Nicht ersetzt. Neu besetzt.“ von Wolfgang Eder, Dr. Julia Lampert, Andreas Kroh, Christian Kögl und Manuela Maybach
Die Rollen im Buch

Ist Ihre Rolle dabei?

Jedes Kapitel steht für sich. Beginnen Sie mit Ihrer eigenen Rolle.

01
CEO & Geschäftsführung
02
Assistenz der Geschäftsführung
03
Vertrieb
04
Marketing
05
HR
06
Finance
07
IT
08
Softwareentwicklung
09
Forschung & Entwicklung
10
Produktion
11
Logistik & Supply Chain
12
Ärztin in eigener Praxis
13
Lehrerin am Gymnasium
14
Pflegedienstleitung
15
Rolle 15 – bitte ergänzen
So ist jedes Kapitel gebaut

Was war. Was ist. Was wird sein.

Echte Arbeitsszenen aus der Ich-Perspektive, wissenschaftlich eingeordnet von Zukunftsforscherin Dr. Julia Lampert.

Was war

Wie sich die Rolle in den ersten Jahren mit KI verändert hat.

Was ist

Wie Arbeit heute aussieht, wenn KI selbstverständlich mitarbeitet.

Was wird sein

Wohin sich die Rolle entwickelt und welche Fähigkeiten dann entscheiden.

Future-AI-Skills-Profil

Für jede Rolle: welche Kompetenzen künftig wirklich zählen.

Nächste Schritte

Konkret und sofort umsetzbar, für Sie und Ihr Team.

Gratis Future AI Skills Check

Im Buch inklusive: Finden Sie heraus, wo Sie heute stehen und welches Zielprofil zu Ihnen passt.

Leseprobe

Lesen Sie hinein.

Kapitel 1: „Die Schaltzentrale“. Anna, Assistentin der Geschäftsführung, an einem ganz normalen Montagmorgen mit KI. Scrollen Sie in der Buchseite weiter.

01

Die Schaltzentrale

Ihr Beruf stand 2023 weit oben auf der Liste derer, die als Erste durch die KI obsolet werden sollten. Sechs Jahre später laufen bei ihr die Fäden zusammen.

Assistenz der Geschäftsführung
Name
Anna
Alter
32
Rolle
Assistentin der Geschäftsführung
Umfeld
Inhabergeführtes Beratungsunternehmen für Führung und KI-Transformation, 15 Mitarbeitende
Im Beruf
seit 2012, im Haus seit 2016
KI im Alltag
seit März 2023

Anna hat zwei Systemumstellungen erlebt, eine Pandemie und den Weg vom Fünf-Personen-Büro zum Team mit fünfzehn Leuten. Sie ist die Person, die man anruft, wenn man nicht weiß, wen man anrufen soll. Dieses Kapitel erzählt, wie aus dem Vorzimmer eine Schaltzentrale wurde.

Die Szene

Montag, 7:07 Uhr

Ich klappe den Laptop auf. Im Büro in der Grazer Altstadt ist es noch ruhig. Vom Gang höre ich die Eingangstür, dann Schritte auf der Treppe. Auf meinem Bildschirm warten 23 neue E-Mails.

So beginnt fast jeder Arbeitstag: zuerst mein eigenes Postfach, dann das Office-Postfach. Nicht sofort antworten, sondern schauen, sortieren und entscheiden, was überhaupt bis zur Geschäftsführung durchdringen muss.

Die KI in meinem Arbeitsboard hat bereits vorsortiert: Buchhaltung, Kunde, Termin, Information, Geschäftsführung erforderlich.

Zu zwölf Nachrichten liegen Antwortentwürfe bereit. Bei vier davon soll Frederik, unser Geschäftsführer, nach Einschätzung des Systems selbst reagieren.

Ich öffne die erste.

Nein.

Ich setze sie auf Durch mich erledigen, die zweite ebenso, und bei der dritten reicht mir schon der Betreff. Frederik sitzt um diese Zeit im Zug nach Wien, um neun beginnt sein erster Kundentermin. Wenn alles normal läuft, schaut er frühestens gegen Mittag wieder in Ruhe auf seine E-Mails. Bis dahin soll dort möglichst wenig auf ihn warten.

Um 07:16 Uhr sind noch acht Nachrichten übrig, die wirklich eine Antwort brauchen. Ich korrigiere zwei Anreden, streiche in einer Mail einen Satz, der zu forsch klingt, und schicke die ersten Antworten hinaus. Dann vibriert mein Geschäftstelefon. Eine Sprachnachricht von Frederik:

„Anna, kurze Sache. Der Kunde von gestern will das Angebot doch schon heute. Die haben am Vormittag noch eine interne Runde und wollen es dort besprechen. Kannst du das bitte übernehmen? Protokoll müsste bei Fireflies liegen. Die Unterlagen vom letzten Projekt passen teilweise. Wichtig ist vor allem der zweite Teil mit dem Führungsteam. Danke.“

Wenn das Angebot vor dieser internen Runde beim Kunden liegen soll, bleibt mir nicht viel Spielraum. Warum höre ich die Nachricht trotzdem ein zweites Mal? Nicht, weil ich sie nicht verstanden habe. Bei Frederik bedeutet „vor allem der zweite Teil“ meistens, dass genau dort noch etwas steckt.

Das Gespräch gestern hat zweiundfünfzig Minuten gedauert, und ich war selbst dabei. Auf dem zweiten Bildschirm starte ich unseren Agenten für Angebote und gebe ihm alles, was er braucht: das Fireflies-Protokoll, meine Notizen, das letzte vergleichbare Angebot und drei Unterlagen zu den passenden Modulen. Dann schreibe ich:

Erstelle daraus einen vollständigen Angebotsentwurf. Struktur und Tonalität wie im Referenzangebot. Leistungen nur übernehmen, wenn sie durch das Kundengespräch gedeckt sind. Offene Punkte markieren. Keine Referenzen oder Kundendaten aus anderen Projekten übernehmen.

Ich lese den Auftrag noch einmal und klicke auf Starten. Auf dem linken Bildschirm erscheinen die ersten Arbeitsschritte:

Protokoll analysieren.
Kundenanforderungen extrahieren.
Referenzangebot prüfen.

Nach wenigen Sekunden stoppt der Agent, und ein kleines Fenster schiebt sich darüber: Zugriff auf Projektunterlagen erforderlich. Darunter zwei Schaltflächen, Einmal zulassen und Immer zulassen. Ich klicke auf Einmal zulassen, und der Agent springt weiter. Er öffnet nacheinander die Unterlagen, durchsucht das alte Angebot und gleicht die Leistungen mit dem Gespräch ab.

Eigentlich könnte ich das Fenster jetzt schließen, denn wenn der Entwurf fertig ist, bekomme ich ohnehin eine Meldung. Warum lasse ich es trotzdem offen? Weil der Agent immer wieder auf eine Freigabe wartet. Bemerke ich das zehn Minuten lang nicht, fehlen mir genau diese zehn Minuten am Ende.

Also schiebe ich sein Fenster nach links und arbeite rechts weiter: ein fehlender Beleg für die Steuerberatung, eine Terminanfrage, zwei Hotelangebote für einen Workshop im November. Das teurere hat den Seminarraum direkt neben dem Restaurant, und ich markiere es als Favorit. Zwanzig Minuten Weg werden erstaunlich teuer, wenn zwölf Menschen darauf warten, dass es weitergeht.

Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie links neue Schritte auftauchen. Dann bewegt sich nichts mehr, nur ein gelber Punkt leuchtet. Der Agent will eine Datei im Kundenordner anlegen und fragt, ob er darf. Wieder Einmal zulassen. Klick. Weiter.

Kurz darauf meldet er sich noch einmal:

Offener Punkt erkannt: zusätzlicher Follow-up-Termin im Gespräch nicht eindeutig bestätigt. Vorschlag: als optionale Leistung kennzeichnen.

Gut.

Noch vor nicht allzu langer Zeit hätte ich jetzt selbst irgendwo auf Seite drei gesessen, das Protokoll daneben und das alte Angebot geöffnet, auf der Suche nach Textbausteinen, Formulierungen und Tabellen. Heute nicht. Das Angebot entsteht links neben mir, während ich rechts meinen Arbeitstag weiterführe. Trotzdem schaue ich immer wieder hinüber. Muss ich der KI beim Schreiben zusehen? Nein. Aber ich will wissen, ob sie mich braucht.

Um 07:34 Uhr wechselt der Status:

Entwurf fertig.

Ich ziehe die Datei auf meinen Hauptbildschirm und scrolle durch vierzehn Seiten: Ausgangslage, Zielsetzung, Vorgehen, Module, Zeitplan, Investition. Die Formulierungen sind sauber, zwei Tabellen sind schon aufgebaut, und die Inhalte aus dem Gespräch sind sinnvoll mit unseren Modulen verbunden. Der Follow-up-Termin steht korrekt als Option drin. Keine fremden Referenzen, keine alten Kundennamen.

Gut. Sehr gut sogar. Eigentlich alles bestens, oder?

Wie es weitergeht, lesen Sie im Buch.

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Herausgeber:innen

Fünf Perspektiven aus Praxis und Forschung.

WE

Wolfgang Eder

Gründer EQ4.ai, Keynote-Speaker, Lehrender seit 44 Semestern, Autor von „Wirksam Führen!“

JL

Dr. Julia Lampert

Zukunftsforscherin, Autorin von „Becoming AI Native“

AK

Andreas Kroh

Chief AI Officer bei EQ4.ai

CK

Christian Kögl

Eigentümer und CEO der Ceram Group, Vorstand der IV Steiermark

MM

Manuela Maybach

Marketing- und Markenexpertin, MAYBACH

Für Unternehmen

Ihr Führungsteam hat das Buch gelesen. Und jetzt?

Wir bringen die Fragen aus dem Buch in Ihre Organisation: für Ihre Rollen, Ihre Teams und Ihren Weg mit KI.

Impuls

Keynote zum Buch

Für Führungstagungen und Kick-offs: wie KI Rollen neu besetzt und was Führung jetzt leisten muss.

Workshop

Rollen neu besetzen

Mit Ihrem Führungsteam: Welche Rollen verändern sich bei Ihnen, und welche Future AI Skills braucht es?

Begleitung

Enterprise AI Blueprint

Der strukturierte Weg von der KI-Standortbestimmung zur gelebten Umsetzung in Ihrer Organisation.

Unverbindliches Gespräch vereinbaren →

Auch möglich: Exemplare für Ihr ganzes Team.

Alles rund um das Buch

Fragen & Antworten

Für wen ist das Buch?

Für Führungskräfte, Geschäftsführungen und HR-Verantwortliche, die verstehen wollen, wie KI Rollen in ihrer Organisation verändert. Und für alle, die wissen möchten, was das für die eigene Arbeit bedeutet.

Muss ich das Buch von vorne lesen?

Nein. Jedes Kapitel steht für sich. Beginnen Sie mit Ihrer eigenen Rolle oder mit der Rolle, die Sie in Ihrem Team gerade am meisten beschäftigt.

Ist das Buch technisch?

Nein. Es geht um Menschen, Aufgaben und Verantwortung, nicht um Tools. Sie brauchen kein Technikwissen.

Wie funktioniert der Gratis Future AI Skills Check?

Im Buch finden Sie den Zugang zum Check. Er zeigt Ihnen, wo Sie heute stehen und welches Zielprofil zu Ihrer Rolle passt.

Gibt es Workshops oder Keynotes zum Buch?

Ja. Wir kommen mit Keynote, Workshop oder Begleitung in Ihr Unternehmen – sprechen Sie uns an.

Die entscheidende Frage ist nicht, was KI künftig kann. Sondern was Sie künftig können müssen.

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